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Fisch und Fleischerbeil Joschka Fischers Wappen

Joschka Fischer, Außenminister (58), ist Besitzer eines edlen Familienwappens. Getreulich führte die "Rhein-Main Wappenrolle" im hessischen Alsbach-Hähnlein Fischers Auftrag aus und erstellte für den Grünen-Politiker ein schmuckes Signet ganz in Silber und Rot.

Im oberen Teil kreuzen sich zwei rote Fleischerbeile mit schwarzem Griff, übte die Familie Fischers doch sechs Generationen lang den Beruf des Metzgers aus. Sein Amt ließ Fischer nicht unverwegen in einem prallen Federbusch symbolisieren, der aus zwei mächtigen roten Flügeln besteht. Auf dem Wappenschild ruht friedlich ein Fisch. Diesen beschreibt der Urheber des Wappens, der Heraldiker Dieter Krieger, als redendes Zeichen für den Namen der Familie. Über die Gestaltung habe er mehrfach mit Fischer gesprochen.

Krieger sagte am Mittwoch, nach heutigem Stand koste ein solches Wappen 1.600 Euro, für den Eintrag in die Wappenrolle kämen noch einmal zwischen 300 und 650 Euro dazu. Für die Einteilung des Wappens stand laut Krieger das Stadtwappen von Fridingen an der Donau (Baden-Württemberg) Vorbild, der Stammheimat der Familie.

Fischer heißen reicht nicht

Wie Fischer zu diesem Wappen kam, liegt schon ein bisschen zurück. Krieger erzählt, 1999 habe die Zeitschrift "Geo Epoche" in ihrem Heft zum Mittelalter auch die Wappenkunde behandelt. Und just an diesem Heft habe auch Nicola Leske mitgearbeitet - die vierte Frau des Außenministers. Im Rahmen der Recherche kam man zusammen; Krieger musste nur noch fragen, ob Leske nicht einen Promimenten kenne, der vielleicht ein Wappen haben wolle.

Das Fischer'sche Wappen ist geschützt, weil offiziell eingetragen - wer dieses ebenfalls führen möchte, dem reicht der Nachname Fischer mitnichten. Er muss schon nachweisen, dass er genealogisch etwas mit Joseph Martin Fischer, genannt Joschka, zu tun hat.

Quelle: n-tv.de