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Mobilfunk-Verkauf sei dank KPN übertrifft Gewinnerwartungen

Der Verkauf von KPN-Mobile-Anteile bescherte dem niederländischen Telefonkonzern KPN im Jahr 2000 einen kräftigen Gewinn. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde ein Gewinn nach Steuern und inklusive außerordentlicher Einnahmen von 1,87 Mrd. Euro erzielt. Im Vorjahr lag der Gewinn noch bei 828 Mio. Euro.

Doch ohne den Verkauf des KPN-Mobile-Anteils an NTT Docomo stellt sich das Ergebnis nicht ganz so rosig dar - dann hätte KPN einen Verlust von 626 Mio. Euro verbuchen müssen. Der Telekomkonzern hatte für vier Mrd. Euro Anteile an KPN-Mobile an den japanischen Telekomriesen verkauft.

In den nächsten drei Jahren will KPN dem Schuldenberg durch den Abbau von Kernvermögen reduzieren. Ende 2000 betrug der Schuldenstand nach Unternehmensangaben 21,9 Mrd. Euro, nach 4,6 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Investitionen in Mobilfunklizenzen und der Kauf des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus hatten KPN tiefer in die Schuldenfalle getrieben.

Die beiden KPN-Vorstände Joop Drechsel und Patrick Morley werden das Unternehmen verlassen. Ihre Verantwortungsbereiche würden vorübergehend von anderen Vorstandsmitgliedern übernommen, teilte der Konzern mit. Drechsel, bislang für die Bereiche Mobilfunk, Internet und internationale Aktivitäten zuständig, geht zum 01. Mai 2001. Morley, der den Bereichen Entwicklung und Informationstechnologie vorstand, nimmt seinen Hut einen Monat später.

Quelle: ntv.de

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