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Bono in Japan Kampf der Armut

Der irische Rockmusiker Bono hat beim japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe um Mithilfe im Kampf gegen Armut sowie Aids geworben.


Japan habe beim Weltwirtschafts-Gipfel im vergangenen Jahr versprochen, die Hilfe für Afrika zu verdoppeln, sagte Bono im Anschluss an die Begegnung mit dem konservativen japanischen Regierungschef zu Reportern in Tokio. "Einige Länder machen Versprechungen und halten sie nicht. Bei Japan vertrauen wir darauf, dass es sein Versprechen erfüllt, und die Welt glaubt an die Ehre eines japanischen Versprechens", sagte Bono.


Abe habe sich sehr interessiert an der Thematik gezeigt und sich doppelt so viel Zeit wie erhofft für das Gespräch genommen, sagte Bono. Überrascht sei er gewesen, dass der japanische Regierungschef sogar eine Armani-Sonnenbrille des Hilfsprojekts RED aufgesetzt habe, die ihm Bono überreichte. US-Präsident George W. Bush habe so etwas nie getan, dafür aber der frühere Papst Johannes Paul II. und nun auch Abe. "Sehr cool", meinte Bono.


Bei der Hilfskampagne RED (Rot) spenden die beteiligten Unternehmen jeweils ein Prozent ihrer Erlöse für die Bekämpfung von Armut sowie von Aids und anderen Krankheiten. Abe habe ihm zugesagt, sich trotz der angespannten Haushaltslage Japans um die Erfüllung der Hilfsversprechen zu bemühen, sagte Bono.


Quelle: ntv.de