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IWF warnt Kein Streit um Wiederaufbau

Der Direktor des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler, hat vor einem Streit über die geplante Übergangsverwaltung für den Irak gewarnt. "Jeder Streit verzögert die Hilfe für den Irak", sagte Köhler in Washington. Fortgesetzte "Grabenkämpfe" über die Rolle der Vereinten Nationen behinderten auch den weltweiten Konjunkturaufschwung. Die USA wollen eine Zivilverwaltung unter der Leitung des pensionierten US-Generals Jay Garner in Bagdad aufbauen.

US-Finanzminister John Snow will den Wiederaufbau des Iraks zum zentralen Thema des G-7-Treffens in Washington machen. Ebenso die Schuldensituation des Landes. Der Irak habe 25 Jahre wirtschaftliches Missmanagement hinter sich, sagte Snow in Washington. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrieländer tagen an diesem Wochenende in Washington. Mit dabei sein werden auch Bundesfinanzminister Hans Eichel und Bundesbankpräsident Ernst Welteke.

Zur Unterstützung des weltweiten Wirtschaftswachstums hat sich der Köhler für koordinierte Maßnahmen der Notenbanken ausgesprochen. Köhler sagte der "Financial Times Deutschland" Freitagausgabe, die internationale Gemeinschaft müsse zu zusätzlichen Aktionen bereit sein, wenn sich bestehende Gefahren eines konjunkturellen Abschwungs bestätigen sollten. "Die Geldpolitik steht dabei in der ersten Reihe, das Wachstum zu verteidigen", sagte Köhler weiter. An der G7-Tagung nimmt auch EZB-Chef Wim Duisenberg teil.

Quelle: n-tv.de

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