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Gescheitert Keine Einigung über Windows XP mit AOL Time Warner

Die Verhandlungen zwischen dem Internet- und Medienkonzern AOL/Time Warner und dem Softwareriesen Microsoft sind geplatzt. Bei den Gesprächen ging es um die Integration von AOL Software in das neue Microsoft-Betriebssystem Windows XP. Seit mehreren Jahren werden die Programme des weltgrößten Providers mit dem Betriebssystem des ebenfalls weltgrößten Software-Herstellers Microsoft ausgerüstet. Der bisherige Vertrag war am 1. Januar ausgelaufen.

Es sei bei einer Vielzahl von Punkten keine Einigung erzielt worden, begründete Microsoft-Sprecher Vivek Varma das Scheitern der Verhandlungen. AOL-Time-Warner Sprecher John Buckley erklärte hingegen, einziger Streitpunkt seien digitale Medien gewesen. „Das Problem war die Entschlossenheit Microsofts, Musik im Internet zu kontrollieren und AOLs Weigerung, sich diesem Wunsch zu fügen“, sagte Buckley. Microsoft habe AOL dazu bewegen wollen, die Unterstützung für den RealPlayer des AOL-Partners RealNetworks zurückzufahren. Der RealPlayer konkurriert mit der Microsoft-Software Windows Media.

Microsoft-Sprecher Varma zufolge werden nun die AOL-Programme zwar ohne Windows XP ausgeliefert, können aber nachträglich installiert werden.

Quelle: ntv.de