Archiv

Aufschwung erst 2003 Keine Entwarnung für Arbeitsmarkt

Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sehen übereinstimmend in 2003 einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft.

Die Hamburger Wirtschaftsforscher erwarten einen Anstieg in 2003 um 2,8 Prozent. Mit diesen Wachstumszahlen rangiere Deutschland im europaweiten Vergleich jedoch am unteren Ende, hieß es. Die Prognose für 2002 wurde bestätigt. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Zu einer Verbesserung am Arbeitsmarkt werde dieses Wachstum nicht ausreichen. Die Arbeitslosigkeit wird den Schätzungen zufolge im Jahresdurchschnitt 2002 auf rund vier Mio. klettern.

Auch die DIW-Experten sehen schwarz für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen werde im laufenden Jahr dauerhaft über der Schwelle von vier Mio. liegen, hieß es am Dienstag in Berlin. Auch für 2003 könne keine Entwarnung für den Arbeitsmarkt gegeben werden. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresdurchschnitt 2003 3,96 Mio. betragen. Die Arbeitslosenquote soll in 2002 bei 9,5 und 2003 bei 9,2 Prozent liegen.

Hinsichtlich des Wirtschaftswachstums zeigt sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung skeptischer als die Experten aus Hamburg. Die Erwartungen für das laufende Jahr wurden von zuvor 1,3 auf 0,6 Prozent gesenkt. Für das kommende Jahr rechnet auch der DIW mit einem Aufschwung. Das Wachstum werde dann bei rund 2,1 Prozent liegen, hieß es.

Quelle: ntv.de