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Ivanow droht: Keine nachträgliche Legitimation

Unabhängig von der militärischen Übermacht der USA und einem voraussichtlich raschen Ende des Kämpfe im Irak werden die USA den Krieg auch nachträglich nur schwer legitimieren können.

Russland hat jetzt angekündigt, alle Versuche der nachträglichen Rechtfertigung des Krieges in der UNO zu blockieren. "Wir werden dies sehr genau beobachten, und wir werden natürlich diese Aktionen im Sicherheitsrat nicht legitimieren", sagte der russische Außenminister Igor Ivanow. Er wiederholte die Forderung seines Präsidenten Wladimir Putin nach der sofortigen Einstellung aller Kampfhandlungen. "Ich glaube nicht, dass Irak die Demokratie auf den Flügeln einer Tomahawk (-Rakete) gebracht werden muss", so Ivanov weiter. Das irakische Volk sei weise und könne über seine Zukunft allein entscheiden.

Besonders verägert reagierte Ivanow auf den Aufruf Washingtons an alle Länder, irakische Diplomaten auszuweisen. Dieses "seltsame Gesuch " bedürfe einiger Erklärung angesichts bestehender Erdöl-Verträge zwischen Irak und nicht-amerikanischen Firmen, sagte der Minister in Anspielung auf wirtschaftliche Interessen der Amerikaner in diesem Krieg. Russland werde dafür sorgen, dass Verträge, die in der Zeit des Regimes von Saddam Hussein geschlossen worden seien, nicht aufgehobenm würden.

Dabei gehe es auch darum, dass Russland ausstehende Forderungen aus bilateralen Abkommen mit dem Irak im Volumen von mindestens sieben Mrd. Dollar nicht abschreiben muss

Quelle: ntv.de