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Unvorstellbares Gewaltpotenzial Kinder getötet und verspeist

Mitglieder einer Satanssekte sollen nach Recherchen des Magazins "ZDF-Reporter" in Deutschland und dem benachbarten Ausland rituelle Straftaten verübt haben. Zwei Frauen und ein Kind berichteten von grausamen Tötungen von Menschen bei schwarzen Messen. Teile der Opfer seien gegessen worden.

Die Staatsanwaltschaft in Trier ermittelt seit Mitte letzten Jahres nach der Anzeige einer 34 Jahre alten überlebenden Frau, die in dem Film von ihren Todesängsten sprach, wegen "sexuellen Handlungen mit okkultem Hintergrund" gegen mehrere Verdächtige. Triers Oberstaatsanwalt Georg Jüngling zeigte sich nach der Sendung erschüttert. "Es sind schlimme, kaum vorstellbare Dinge, die dort dargestellt werden", sagte Jüngling. Die von dem Reporter Rainer Fromm angekündigte Bereitstellung von Aussagen einer Tatverdächtigen und andere Rechercheergebnisse würden für die Ermittlungen mit genutzt.

Zahlreiche Details

In der Anzeige gehe es um okkultistische Handlungen, die teils bereits 15 Jahre zurücklägen, darunter auch Sexualstraftaten. Einige der Taten sollen in Trier stattgefunden haben. Keine Angaben machte der Oberstaatsanwalt zu der Frage, ob auch wegen Mordes und Kannibalismus ermittelt werde. Jüngling wollte auch nichts dazu sagen, ob gegen Unbekannt oder aber bereits bekannte Verdächtige ermittelt werde.

Außer der Aussage einer Tatverdächtigen und den Darstellungen der Zeugen berief sich das Magazin auf Expertisen eines Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche, einer Psychotherapeutin sowie des Frankfurter Oberstaatsanwalts Peter Köhler, der dazu aufrief, solchen Schilderungen mehr Beachtung zu schenken. Sie hielten es für möglich, dass so etwas geschehen sein könnte.

Hohe Dunkelziffer

Professor Rudolf Egg von der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden schätzte die Zahl der Menschen, die sich zumindest passiv mit bizarren okkulten Praktiken beschäftigen, auf mehrere 100 in Deutschland. Triers leitender Oberstaatsanwalt Horst Roos sagte in dem Beitrag, dass es nach dem jüngsten Kannibalismus-Fall in Rotenburg kein Tabu mehr gebe.

Ein Opfer berichtete davon, dass Menschen bei lebendigem Leib unter unerträglichen Schreien die Finger abgeschnitten wurden. Die Körper seien aufgeschnitten worden. Die 34 Jahre alte Frau sagte, dass die Leichen zersägt und das Fleisch gegessen worden.

Nach Angaben der "Bild "-Zeitung sollen die Eltern der Frau Mitglieder einer Satanssekte gewesen sein. Die 34-Jährige habe den Ausstieg aus der Sekte geschafft und die Täter angezeigt, berichtete das Blatt. Bei den Mördern soll es sich um ranghohe Kultmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland handeln.

Morde sind auf Videos zu sehen

Nach Angaben des ZDF beschreiben Opfer der Satanisten, dass bei den Straftaten Videos gedreht wurden, auf denen Morde zu sehen sind. Das Magazin zitiert den Satanismus-Experten der evangelischen Kirche, Ingolf Christiansen, mit der Einschätzung, es gebe Indizien, dass mehrere okkultistische Tätergruppen in Deutschland gemeingefährliche Straftaten begehen.

Quelle: n-tv.de