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Sparkasse gibt grünes Licht Kinowelt-Übernahme gesichert

Der Übernahme des insolventen Medienunternehmens Kinowelt durch die Brüder Michael und Rainer Kölmel steht nichts mehr im Wege. Die Sparkasse Leipzig hat nun zugesichert, die Übernahme des Kerngeschäfts durch eine Investorengruppe um die Firmengründer Kölmel zu finanzieren.

Der Kreditausschuss der Sparkasse habe einem entsprechenden Kreditantrag zugestimmt, teilte die Sparkasse mit. Insolvenzverwalter Wolfgang Ott hatte noch am Freitag mit der Sparkasse Leipzig über die Finanzierung der Übernahme gesprochen.

Anfang Dezember hatte der Freistaat Sachsen eine Bürgschaft von 7,66 Mio. Euro für die Übernahme zurückgezogen. Danach hatte die Sparkasse angekündigt, den Kreditantrag der Kölmels für die 32 Mio. teure Übernahme nochmals zu überdenken.

Der geplante Verkauf des Kerngeschäfts hatte sich in den vergangenen Monaten auch durch Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen die Kölmel-Brüder immer wieder verzögert. Die Gebrüder Kölmel wollten ursprünglich zum 1. November das Kerngeschäft des zusammengebrochenen Konzerns wieder übernehmen. Der Kaufpreis von 32 Mio. Euro sollte bis Ende Oktober bezahlt werden.

Geplant ist, dass die neue Kinowelt sich auf Videos und DVD, Lizenzhandel mit Fernsehsendern sowie das Filmverleih-Geschäft konzentrieren soll. Der Firmensitz soll von München nach Leipzig verlegt werden.

Im Oktober wurde Michael Kölmel wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Untreue in Untersuchungshaft genommen. Gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 400.000 Euro wurde er wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft hat auch seinen Bruder Rainer Kölmel im Visier.


Der Münchner Medienrechtekonzern hatte im Jahr 2001 mehr als 300 Mio. Euro Verlust gemacht. Das Insolvenzverfahren war im Mai diesen Jahres eröffnet worden. Zu den größten Erfolgen der aus einem Göttinger Programmkino hervorgegangenen Kinowelt Medien AG zählte der Handel mit den Filmrechten von "Smoke" und "Der englische Patient".

Quelle: n-tv.de

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