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Stranfanzeige erstattet Kirch verklagt Breuer

Der Medienunternehmer Leo Kirch hat Anzeige gegen den Vorstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, erstattet. Kirch wirft Breuer den Verrat von Geschäftsgeheimnissen, Kreditverleumdung und unbefugte Angaben über Millionenkredite vor. Die Anzeige nimmt Bezug auf ein Fernsehinterview Anfang Februar, in dem sich Breuer über die Finanzlage Kirchs und das finanzielle Engagement der Deutschen Bank geäußert hatte.

Breuer hatte in dem TV-Gespräch erklärt, der Finanzsektor sei nicht mehr bereit, der Kirch-Gruppe "auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen". Kirchs Anwälte sollen dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge nun argumentieren, der Banker habe "öffentlich das Gerücht einer Kreditunfähigkeit aufgebaut, um die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank zu verbessern und die Kirch-Gruppe in ihrem Ansehen zu schädigen."

Zudem seien Breuers Angaben unrichtig, da Unternehmen der Kirch-Gruppe auch am Tag des Interviews und danach in Kreditverhandlungen gestanden und Kredite gewährt bekommen hätten. Es handele sich daher um eine "qualifizierte Kreditverleumdung". Die Staatsanwaltschaft Frankfurt werde nun prüfen müssen, ob sie ein Ermittlungsverfahren einleitet. Das Kerngeschäft der Kirch-Gruppe, die KirchMedia, hatte am 8. April wegen Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Insolvenz gestellt.

Quelle: ntv.de