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Deutsches Filmfest in Moskau "Knallhart" eröffnet

Mit Detlef Bucks Sozialdrama "Knallhart" über Berlin-Neukölln ist am Mittwoch das 5. Festival des deutschen Films in Moskau eröffnet worden. Die Geschichte vom Zerfall einer Familie sei universell, sagte Buck der dpa zur Eröffnung. Die russische Hauptstadt habe im gegenwärtigen "Turbo-Kapitalismus" mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Hauptdarstellerin Jenny Elvers-Elbertzhagen verbreitete etwas Glamour bei dem Filmfest, das ansonsten der Verkaufsförderung deutscher Filme in Russland diente. Der deutsche Film sei international wettbewerbsfähiger geworden, sagte Buck. "Ich finde ihn derzeit interessanter als den englischen oder den italienischen Film."

Auf dem Programm des deutschen Filmfests stehen bis zum 10. Dezember auch die mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnete Produktion "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck und "Sommer vorm Balkon" von Andreas Dresen.

Bei Dokumentarfilmen haben die Veranstalter einen zeitgeschichtlichen Schwerpunkt gesetzt. In "Der unbekannte Soldat" arbeitet Michael Verhoeven die Verbrechen der Wehrmacht auf. "Jeder schweigt von etwas anderem" von Marc Bauder und Dörte Franke handelt von der Bewältigung der DDR-Vergangenheit.

Quelle: ntv.de