Archiv

Umsatzwarnung und Jobabbau Krise bei Hewlett Packard

Der Computerhersteller Hewlett Packard will sparen. Deshalb hat der US-Technologiekonzern den Abbau von weiteren 6.000 Stellen angekündigt. Das sind 6,5 Prozent der gesamten Belegschaft von 93.000 Mitarbeitern. Der geplante Arbeitsplatzabbau soll Hewlett Packard jährliche Einsparungen von 500 Mio. Dollar einbringen. Nach Angaben des Unternehmens werden die meisten Stellen im vierten Quartal gestrichen.

Gleichzeitig warnte der Computer- und Drucker-Hersteller, weniger zu erwirtschaften. Das Unternehmen rechnet im laufenden dritten Quartal 2001 mit einem Umsatzrückgang von 14 bis 16 Prozent im Vorjahresvergleich. Analysten hatten dagegen bisher einen Einbruch der Verkaufserlöse von sechs Prozent prognostiziert.

Hewlett Packard leide wie viele andere Technologiekonzerne unter der weltweiten Konjunkturabkühlung, heißt es weiter aus dem Unternehmen. Vor allem das Privatkundengeschäft sei davon betroffen. Die Vorstandschefin, Carly Fiorona, sagte dazu, "Das trifft unsere Verbraucherprodukte besonders hart. Die Umsätze dürften hier um 24 Prozent fallen." Dagegen erwarte Fiorona für den Bereich Fremdproduktionsgeschäft ein Wachstum von 25 Prozent und für die Consultingsparte neun Prozent.

Erst vor kurzem hatte Hewlett Packard seinen Mitarbeitern angeboten, auf Urlaubstage und Gehalt zu verzichten, um Jobs zu sichern. Die meisten Arbeitnehmer waren auf den Vorschlag der Firma eingegangen. Nach Unternehmensangaben hätten rund 80.000 Mitarbeiter an dem Lohnkosten-Senkungsprogramm teilgenommen. Im Rest des Geschäftsjahres könnten dadurch 130 Mio. Dollar gespart werden, heißt es.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.