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Vom Schlimmsten verschont "Lili" nur noch Tropensturm

Nach dem Abzug des abgeschwächten Hurrikans "Lil" haben die Menschen im US-Bundesstaat Louisiana mit den Aufräumarbeiten begonnen. US-Medienberichten zufolge knickte der Wirbelsturm Bäume um, deckte Dächer ab und sorgte für Überschwemmungen. 220 000 Menschen waren ohne Strom.

Die befürchtete Katastrophe blieb jedoch aus, als sich der Sturm in der Nacht zum Donnerstag überraschend von einem Hurrikan der Kategorie Vier bis zur Kategorie Zwei abschwächte. Menschen kamen nach den bisherigen Berichten nicht zu Schaden.

Nach Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 Stundenkilometern im Sturmzentrum über dem Golf von Mexiko verlor "Lili" an Fahrt und wurde am Freitagnachmittag noch mit 110 Kilometern pro Stunde gemessen. Das Zentrum des Wirbelsturms hatte am Vormittag bei der Stadt New Iberia die Küste des US-Bundesstaates Louisiana erreicht.

Im Bundesstaat Texas wurde rund 300.000 Bürger die Evakuierung empfohlen. In New Orleans am Mississippi-Delta befürchtete die Stadtverwaltung wegen heftiger Regenfälle eine Überschwemmung. Hotels abseits der Küste waren voller Flüchtlinge.

Die Behörden meldeten keine Toten. Obwohl "Lili" sich abschwächte, blieben die Evakuierungsmaßnahmen in den betroffenen Regionen vorerst bestehen. Auf den Inseln Jamaica, Sankt Vincent und auf Kuba hatte der Sturm zuvor insgesamt acht Menschen getötet.

Der ursprünglich für Mittwoch geplante Start der Raumfähre Atlantis musste wegen des Sturms abgesagt werden. Das NASA-Kontrollzentrum in Houston blieb von "Lili" jedoch verschont. Die Stromversorgung wurde inzwischen wieder hergestellt, so dass die Vorbereitungen für den verspäteten Start der Fähre inzwischen beginnen konnten. Die Atlantis soll nun am kommenden Montag zur Internationalen Raumstation ISS starten. Am Sonntag will die NASA den genauen Zeitpunkt mitteilen.

Quelle: n-tv.de