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Schock nach Operation Mädchen mit zwei Köpfen stirbt

"Die Operation war ein voller Erfolg", hatte das Ärzteteam in der Dominikanischen Republik nach dem Eingriff an der acht Wochen alten Rebeca vermeldet, deren Schädel mit dem Kopf eines nicht voll entwickelten zweiten Kindes verwachsen war. Doch nur kurz nach Verkündung dieser Nachricht ist das Kind gestorben.

Wie der Leiter der privaten Spezialklinik in Santo Domingo, Santiago Hazim, mitteilte, erlitt Rebeca Martinez einen Atemstillstand, nachdem sehr starke Blutungen aufgetreten waren.

Ein Team aus 18 Ärzten und Krankenschwestern hatte den angewachsenen Kopf, der über ein halb entwickeltes Hirn, Augen, Ohren und Lippen verfügte, in einer rund zehnstündigen Operation entfernt. Geleitet wurde der Eingriff von Jorge Lazareff, dem Chef der Kinderchirurgie der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Er hatte bereits 2002 siamesische Zwillinge aus Guatemala erfolgreich getrennt.

Bis auf die Missbildung am Kopf war Rebeca gesund. Nach Angaben der Ärzte hätte sie sich jedoch nicht normal entwickeln können, wenn der andere Kopf nicht entfernt worden wäre. Die als "Cranio Pagus Parasiticus" bekannte Anomalität entsteht, wenn sich ein Embryo in identische Zwillinge teilt, diese Entwicklung aber abgebrochen wird. Die Fehlbildung ist überaus selten und nach Angaben der Ärzte bisher auf der Welt erst acht Mal aufgetreten. Sieben der Fälle starben vor der geburt.

Das Kind war in einer mittellosen Familie in Santo Domingo geboren. Eine internationale Stiftung finanzierte die Operation, deren Kosten auf etwa 100.000 US-Dollar beziffert wurden.

Nach der Operation schien zunächst nichts auf Komplikationen hinzudeuten. Alle Lebenszeichen des Babys seien während der Operation stabil gewesen, hatte es geheißen. Auch der Organismus soll wenig vor dem Tod des Kindes noch einwandfrei funktioniert haben.

Quelle: ntv.de