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Zypries prüft Gesetze Managergehälter begrenzen

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries prüft eine gesetzliche Regelung zur Begrenzung von Managergehältern. Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" unter Berufung auf einen Sprecher des Justizministeriums. Die SPD-Politikerin habe einen entsprechenden Auftrag der Kommission erteilt, die zurzeit den Corporate-Governance-Kodex überarbeite, hieß es in dem Bericht.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte den Bericht des "Tagesspiegel am Sonntag". Zypries strebe mehr Transparenz an und erwarte entsprechende Vorschläge der so genannten Corporate-Governance-Kommission unter der Leitung des Aufsichtsratschefs von ThyssenKrupp, Gerhard Cromme. Es gehe nicht um die Grundgehälter der Manager, sondern um Gewinn abhängige Vergütungen wie etwa Optionsprogramme. Diese dürften ein "vertretbares und nachvollziehbares Maß" nicht überschreiten.

Kommissionsmitglied Christian Strenger erklärte der Zeitung: "Wir brauchen klare Vorschriften, wo und wie etwas möglichst verständlich im Geschäftsbericht veröffentlicht werden muss. Bisher kommen einige Unternehmen ihren Aktionären noch mit verstreuten und komplizierten Angaben, was die objektive Information erschwert."

Der Chef des Berliner Pharma-Unternehmens Schering, Hubertus Erlen, sprach sich in dem Blatt dagegen aus, die Offenlegung von Vorstandsbezügen per Gesetz zu erzwingen. "In einer marktwirtschaftlichen Ordnung gehört dies wie alle anderen Corporate-Governance-Regeln in den klassischen Bereich der Selbstverpflichtung eines Unternehmens gegenüber seinen Aktionären und sollte nur vom Unternehmen selbst entschieden werden", sagte Erlen.

Unter den Vorständen der DAX-Unternehmen verdient Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am meisten: Inklusive aller Zulagen sind es 6,9 Mio. Euro.

Quelle: n-tv.de

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