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Experten schlagen Alarm Mehr Naturkatastrophen

Die Zahl der Naturkatastrophen auf der Erde hat sich im Vergleich zu den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verdreifacht. Die Kosten der Schäden haben sich im gleichen Zeitraum verzwölffacht, sagte ein Sprecher der Münchner Rückversicherungs- Gesellschaft am Donnerstag auf einer internationalen Tagung für Kartografie in Dresden. Bis Freitag diskutieren 45 Fachleute aus acht Ländern über Möglichkeiten neuer Technik der Kartografie bei Vorhersage und Management von Naturkatastrophen.

Der internationale Markt für Geodaten gewinnt nach Angaben des Präsidenten der Internationalen Kartografiegesellschaft (ICA), Milan Konecny, zunehmend an Bedeutung. Auf diesem Gebiet werden weltweit täglich fünf Milliarden Dollar (3.96 Milliarden Euro) umgesetzt. Geodaten dienen für die Erstellung von Karten, für Berechnungen zur Vorhersage und für Information bei Naturkatastrophen. Sie werden unter anderem durch Satelliten und Messungen auf der Erde gewonnen.

Die größte Schwierigkeit in der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Kartenwesen ist laut Konecny das Fehlen standardisierter Formen der Abbildungen und Legenden. Das erschwerte beispielsweise während des Hochwassers im Jahre 2002 die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien. Wissenschaftler beider Länder arbeiten deshalb an einem Abgleich der Systeme. Die ICA entwickelt zudem ein weltweites Frühwarnsystem für Naturkatastrophen.

Quelle: n-tv.de