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Norwegen hat Thronfolgerin Mette-Marit entbunden

Die norwegische Prinzessin Mette-Marit hat in Oslo ein Mädchen zur Welt gebracht. Wie der Hof mitteilte, sei die Geburt des ersten Kindes von Kronprinz Haakon und seiner Frau um 9.14 Uhr gut verlaufen. Weitere Einzelheiten, etwa der Name des Mädchens, wurden zunächst nicht mitgeteilt. In Oslo und anderen Städten Norwegens wurden nach der Geburt Salutschüsse abgegeben.

Am Morgen hatte Mette-Marit, begleitet von ihrem Mann, das Osloer Reichskrankenhaus aufgesucht. Als Geburtstermin war der 22. Januar berechnet worden.

Norwegens Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik gratulierte: "Die Geburt ist ein historisches Ereignis, weil zum ersten Mal eine Tochter eines norwegischen Kronprinzenpaares als Thronfolgerin geboren wird." Norwegen hatte den Vorrang männlicher Nachkommen 1990 aus der Verfassung gestrichen.

Die 30-jährige Bürgerstochter und der Sohn von König Harald V. hatten vor anderthalb Jahren geheiratet. Aus einer früheren Verbindung hat Mette-Marit den siebenjährigen Sohn Marius.

Das gemeinsame Kind mit Haakon wird in der Thronfolge an zweiter Stelle hinter seinem Vater stehen. Haakons Schwester, Prinzessin Märtha Louise, hatte im April vergangenen Jahres das erste Enkelkind von König Harald zur Welt gebracht. Das Mädchen wurde auf den Namen Maud Angelica getauft.

Mette-Marit ist "bürgerlicher" Herkunft. Ihren Sohn Marius hat sie mit in ihre Ehe mit Kronprinz Haakon gebracht. Dies löste bei einigen Bischöfen der protestantischen Staatskirche Norwegens Proteste aus. Sie störten sich zudem an der Tatsache, dass der wegen Drogenbesitzes mehrfach verurteilte Vater des Jungen vorbestraft ist. Marius hat keinen königlichen Titel und keinen Anspruch auf den norwegischen Thron.

Quelle: ntv.de