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Haakon zu Gast in NRW Mette-Marit will Reise nachholen

Die norwegische Prinzessin Mette-Marit will ihren geplatzten Deutschland-Besuch auf jeden Fall nachholen. Das sagte der norwegische Generalkonsul in Deutschland, Nils Olav Stava, dem Sender Hit-Radio Antenne in Hannover. Laut Stava liegt eine Zusage des Königshauses bereits vor. Ein Datum für den Besuch der 28-Jährigen stehe aber noch nicht fest.

Mette-Marits Mann, Kronprinz Haakon, setzte unterdessen seinen ersten offiziellen Deutschland-Besuch in Nordrhein-Westfalen fort. Zu Beginn seiner Stippvisite trug sich Haakon ins Gästebuch des Landes in der Regierungszentrale im Düsseldorfer Stadttor ein. Dann ging es weiter zum Energiekonzern E.ON.

Am Nachmittag eröffnete der Thronfolger in Bonn eine Ausstellung Ausstellung mit Werken des zeitgenössischen norwegischen Künstlers Olav Christoper Jenssen. Am Abend wird zu Ehren des Gastes ein festliches Diner auf dem Rheinschiff "MS Loreley " serviert.

Kronprinzessin Mette-Marit hatte die Visite wegen schwerer Hautverbrennungen, die sie sich am Mittwoch bei einem Interview für die n-tv-Sendung "Maischberger" zugezogen hatte, absagen müssen. Haakon machte n-tv für die Verbrennungen nicht verantwortlich. "Es ist okay. Niemand konnte das vorhersehen", erklärte Haakon, der seit Sonntagabend in Deutschland weilt.

Mette-Marit bedauert zutiefst

Prinzessin Mette-Marit sei wegen der Absage stark betroffen, sagte Hofsprecherin Wenche Rasch. "Sie ist furchtbar traurig und bedauert zutiefst, dass das alles passiert ist." Wie die norwegische Tageszeitung "Dagbladet " berichtete, muss die Prinzessin, die sich wochenlang auf den Deutschlandbesuch vorbereitet hatte, nun in einer verdunkelten Wohnung bleiben. Nach Angaben der Ärzte in Oslo wird sie mit einer heilenden und Schmerz stillenden Kortisonsalbe behandelt.

Neben den Verbrennungen ersten und zweiten Grades erlitt Mette-Marit bei dem Interview auch leichte Schäden auf der Hornhaut beider Augen, die dieselben Symptome wie Schneeblindheit auslösten und ihre Sehkraft beeinträchtigten. Die Ärzte stuften die bei der Prinzessin aufgetretenen schmerzhaften Verletzungen als sehr selten ein. Sie seien in dieser Form in den vergangenen 20 Jahren in Oslo nur zwei Mal festgestellt worden. Auch der Kronprinz müsse in den kommenden Tagen starkes Licht im Freien so weit wie möglich meiden.

Scheinwerfer überprüft

n-tv hat technisches oder menschliches Versagen als Ursache für die Hautverbrennungen des Kronprinzenpaares ausgeschlossen. Die Verletzungen von Mette-Marit und Haakon während der Aufzeichnung des Gesprächs seien Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände, sagte n-tv Sprecher Thomas Schulz.

Reflektoren habe das Kamerateam nicht eingesetzt, betonte Schulz. Auf das Prinzenpaar seien vier Scheinwerfer gerichtet gewesen, einer davon in deutlichem Abstand, sagte Schulz. Die 400-Watt-Lampen seien "im Lichtintensitätsbereich eher am unteren Ende".

n-tv Moderatorin Sandra Maischberger erklärte, die verwendeten Kobold-HMI-Lampen hätten ein Sicherheitssystem und "gehen ohne Filter gar nicht an", erklärte sie. Gemeint ist der UV-Filter in Form einer Glasscheibe. Damit sind Scheinwerfer für Außenaufnahmen standardmäßig ausgerüstet.

Das Interview habe auf ausdrücklichen Wunsch des Paares unter freiem Himmel stattgefunden. Maischbergers Produktionsteam sei mit der Ausrüstung für ein Gespräch in einem Innenraum nach Oslo angereist. Das Kronprinzenpaar habe sich aber lieber vor dem Hintergrund der norwegischen Landschaft zeigen wollen.

Sandra Maischberger "entsetzt"

"Es tut mir schrecklich Leid, ich bin ganz entsetzt, dass das passiert ist", sagte Maischberger. Sie habe das Paar noch gefragt, ob das Interview nicht lieber in der Residenz stattfinden solle. "Doch die beiden meinten, die frühlingshafte Atmosphäre im Garten sei ein viel schönerer Hintergrund." Zwei Kameramänner ihres Teams hätten bei dem Interview unter freiem Himmel ebenfalls einen starken Sonnenbrand erlitten.

Quelle: ntv.de