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Hungerkatastrophe in Afrika Millionen Kindern droht der Tod

Zum Beginn der diesjährigen "Hungerperiode" in Afrika hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF in einem eindringlichen Appell um Spenden geworben. Im Süden des Kontinents drohe sieben Millionen Kindern der Hungertod. "Hunger leiden die Menschen schon seit langem, aber nun hat sich die Lage dramatisch zugespitzt", erklärte der Vorsitzende der deutschen UNICEF-Sektion, Reinhard Schlagintweit.

Grund für die bevorstehende Katastrophe sei die Ausbreitung von AIDS. "Die Nahrungsmittelknappheit trifft eine Bevölkerung, die durch AIDS massiv geschwächt ist", erklärte der Koordinator für die UNICEF-Nothilfe im südlichen Afrika, Sharad Sapra. Er warnte vor einem "Massensterben", von dem insbesondere Minderjährige betroffen wären.

Schon jetzt gebe es in der Region etwa 4,2 Mio. Voll- oder Halbwaisen, deren Eltern an AIDS gestorben seien, sagte Sapra. Sie seien Hunger und Ausbeutung besonders stark ausgeliefert. Dürre, AIDS, Armut und politische Misswirtschaft hätten weite Teile der Bevölkerung in tiefe Not gestürzt. In den Ländern Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Swasiland sei die Zahl der auf Nahrungsmittelhilfen angewiesenen Menschen seit Mai um 1,6 Mio. auf 14,4 Mio. gestiegen. Die Hälfte von ihnen seien Kinder.

"Dies ist keine normale Hungersnot", betonte Sapra. "Sie kämpfen ums nackte Überleben", fügte er hinzu.

Das UNICEF-Spendenkonto hat die Nummer 300 000 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 20 500. Die Spendenhotline ist unter der Nummer 0173 / 300 000 zu erreichen. Stichwort: Südliches Afrika.

Quelle: ntv.de

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