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Schmid vs. France Telecom Mobilcom-Gründer zieht vor Gericht

Im Konflikt mit dem Mobilcom-Großaktionär France Telecom geht Gerhard Schmid in die Offensive. Der frühere Chef des Büdelsdorfer Telekommunikationskonzerns hat den Schritt vor Gericht angekündigt, nachdem er bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) Widerspruch gegen deren Bescheid eingelegt hat. Jetzt soll geprüft werden, ob die Großaktionärin France Telecom zu einem Übernahmeangebot an die übrigen Mobilcom-Aktionäre verpflichtet ist. Die Behörde hatte am 31. Juli das Gegenteil festgestellt.

Dass Schmid mit seiner Aktion kaum Erfolg haben wird, ist ihm klar. "Ich erwarte, dass das BAFin aus Gründen der Gesichtswahrung auch im Widerspruchsverfahren bei seinem Urteil bleibt", sagte er. In diesem Fall werde er den erneuten Bescheid der Behörde sofort einem unabhängigen Gericht zur Prüfung vorlegen.

Zudem sei es ein "Webfehler im System", dass beim BAFin derselbe Bearbeiter seines ursprünglichen Antrags auch den Widerspruch prüfe. Dies beschneide die Aktionärsrechte und sollte daher vor Gesetzgeber genauer geprüft werden, beschwert sich der Mobilcom-Gründer.

Der im Juni als Vorstandsvorsitzender abberufene Gerhard Schmid vertritt die Auffassung, dass die France Telecom faktisch und rechtlich die Kontrolle über das Büdesldorfer Unternehmen habe und daher auf Basis des Wertpapierhandels- und übernahmegesetzes zu einem Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre verpflichtet sei.

Quelle: n-tv.de