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Gut als Zweiter Motorola bleibt sitzen

Motorola etablierten sich vor allem als Größe im Mobilfunkgeschäft und der Herstellung elektronischer Chips. Das Unternehmen ist hauptsächlich für seine Handys und Funkrufempfänger bekannt, die ungefähr 55 Prozent des Umsatzes ausmachen. 25 Prozent der Verkäufe kommen vom Halbleitersektor.

Im Februar hatte Motorola deutliche Sparmaßnahmen angekündigt. Der US-Konzern entließ Tausende Mitarbeiter, Kapitalinvestitionen wurden gekürzt und Produktionsprozesse konsolidiert. Schwache Umsätze in der Halbleiterbranche und hohe Lagerbestände gefährden in diesem Jahr die schon vorher stark reduzierten Umsatzziele, hieß es zur Begründung.

Die Geschäftsaussichten für das erste Halbjahr wurden mehrfach zurückgesetzt. Der weltweit zweitgrößte Handy-Hersteller bezifferte das Wachstumspotenzial in der Halbleiterindustrie im laufenden Jahr auf zehn bis 15 Prozent, gegenüber früheren Prognosen von 35 bis 40 Prozent.

Die eingeleitete Konsolidierung vom Jahresende 2000 wurde von den negativen Kommentaren in den letzten Monaten verwässert. Motorola litt zunächst unter den vorbeugenden Abschlägen, mit denen gesamte Sektoren bei jeder Gewinnwarnung bedacht wurde. Danach schränkten negative Ausblicke auf die nächsten Quartale die Wachstumschancen ein.

Das Unternehmen weist trotz der allgemeinen Marktschwäche in den Bereichen Mobilfunk, Halbleiter und integrierte Elektroniklösungen Wachstumsmöglichkeiten auf. Ein Anziehen der Konjunktur könnte sich somit schnell positiv auswirken. Als Hinweis darauf kann der neueste Auftrag aus China gewertet werden. Nach China Unicom schloss Motorola eine Vereinbarung mit China Mobile Communications.

Quelle: n-tv.de

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