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Milliarden-Kredit Neue Finanzhilfe für die Türkei

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat mit Verzögerung einen Kredit in Höhe von knapp 1,5 Mrd. Dollar (knapp 1,8 Mrd. Euro) für die Türkei freigegeben. Ursprünglich sollte bereits in der vergangenen Woche grünes Licht für diese zweite Teilzahlung aus einer Gesamtkreditsumme von 15,7 Mrd. Dollar gegeben werden.

Der IWF stellte seine Entscheidung über die Freigabe der Rate aber zurück, weil die Türkei verschiedene Bedingungen für den Kredit nicht erfüllt hatte.

Am Dienstag hatte die Regierung in Ankara dann in zwei Bereichen die angemahnten Reformmaßnahmen ergriffen. So übernahm der Staat die Kontrolle über fünf kleine private Banken. Politiker im Land erzielten außerdem einen Kompromiss über die Ausweitung des Vorstands der türkischen Telekom.

Der Währungsfonds hatte die Zusammensetzung des Spitzengremiums der nationalen Telefongesellschaft wegen der "Überlastigkeit" von Vertretern einer Partei beanstandet. Außerdem forderte der IWF eine stärkere Repräsentanz von Industrie-Experten.

Quelle: ntv.de