Archiv

Preiserhöhung im Vorfeld Neuer Vorwurf gegen C&A

In die Diskussion um die Rabattaktion von C&A wurde ein neuer Vorwurf eingebracht: C&A habe offensichtlich im Vorfeld die Preise erhöht, um sie Anfang Januar publikumswirksam zu senken, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf den Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale, Reiner Münker. Demnach hätten C&A-Kunden unter den Preisschildern der angebotenen Waren noch günstigere Preise entdeckt.

Der Handelskonzern widersprach den "nachweislich falschen Anschuldigungen". Man habe bereits im Sommer 2001 für das gesamte Standardsortiment neue Preise festgelegt - teils höher, teils niedriger. Das Preisniveau blieb dabei insgesamt unverändert, hieß es weiter. Die Idee für die Rabattaktion sei erst später, im November 2001, entstanden.

C&A kritisierte zudem die Wettbewerbszentrale. Die voreilige Stellungnahme gegen das Unternehmen ohne Vorerklärung sei bedenklich, so der Bericht. Müncker wolle nun nicht locker lassen. Juristen würden prüfen, ob die C&A-Aktion nicht nur eine illegale Sonderveranstaltung gewesen sei, sondern auch, ob die Verbraucher in die Irre geführt wurden. Münker wolle notfalls den Fall bis zum Bundesgerichtshof durchziehen, zitiert das Magazin.

In der Woche nach der Einführung des Euro hatte C&A eine Rabattaktion gestartet, in der bargeldlose Zahlungen mit der Kredit- oder ec-Karte mit einem Rabatt von 20 Prozent belohnt wurden. Nachdem das Landgericht Düsseldorf die Aktion untersagte, wurden die Rabatte kurzerhand auf alle Käufe ausgeweitet, unabhängig davon, ob die Kunden mit Karte oder in barer Münze zahlten.

Quelle: n-tv.de