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DZ-Bank übernimmt Norisbank-Verkauf perfekt

Die HypoVereinsbank (HVB) verkauft eigenen Angaben zufolge ihre Tochter Norisbank an die DZ Bank und erhält dafür 447 Mio. Euro.

In den Büchern der HVB steht die Norisbank mit knapp 200 Mio. Euro, so dass Deutschlands zweitgrößte Bank an der Transaktion etwa 250 Mio. Euro verdienen wird, erklärten Bankenkreise dazu. Die DZ Bank hatte in dem Bieterverfahren die Royal Bank of Scotland, die HSBC, die BNP Paribas und die Postbank hinter sich gelassen.

Die HypoVereinsbank spaltet die Nürnberger Norisbank, die im Geschäft mit der Konsumentenkredit-Marke "easyCredit" hohe zweistellige Zuwachsraten im Kredit-Neugeschäft verzeichnet, im Zuge ihrer Neuausrichtung ab.

Die Norisbank konnte ihr Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr um 54 Prozent auf 27,1 Mio. Euro steigern und hat damit nach sechs Monaten bereits 75 Prozent des gesamten Vorjahresgewinns erwirtschaftet. Im Kerngeschäft mit Verbraucherkrediten habe man den Umsatz um 28 Prozent auf 419 Mio. Euro verbessern können, erklärte Norisbank Vorstandssprecher Theophil Graband.


Sie wird mit dem Kernprodukt easyCredit zu einer Art Kompetenzzentrum für die gut 1200 Volk- und Raiffeisenbanken im Verbund der DZ Bank. Im Retailgeschäft haben diese genossenschaftlichen Banken einen Marktanteil von knapp 18 Prozent und rund 25 Millionen Kunden.

Neben dem Verkauf der Norisbank hat die HVB jüngst mit der Platzierung von 25 Prozent der österreichischen Bank Austria an der Börse rund eine halbe Mrd. Euro erzielt. Zur weiteren Verbesserung der Kapitalstruktur schließt die HVB auch den Verkauf weiterer Töchter nicht aus.

Quelle: n-tv.de