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"Das kann ich auch!" Norisbank mit Rekordgewinn

Die Nürnberger Norisbank hat ihr Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr um 54 Prozent auf 27,1 Mio. Euro gesteigert. Damit hat die zum Verkauf stehende Tochter der HypoVereinsbank (HVB) nach sechs Monaten bereits 75 Prozent des gesamten Vorjahresgewinns erwirtschaftet. Im Kerngeschäft mit Verbraucherkrediten habe man den Umsatz um 28 Prozent auf 419 Mio. Euro verbessern können, erklärte der Chef der Norisbank Theophil Graband.

Graband hatte für 2003 unter anderem eine Steigerung der Eigenkapitalrendite auf über 40 Prozent sowie eine Senkung der Kostenquote auf unter 60 Prozent vorgegeben. Nach zwei Quartalen beträgt die Eigenkapitalrendite 47,5 Prozent - die Kostenquote liegt bei 56 Prozent.

Ursache dieser Erfolge ist weiterhin das Geschäft mit der Konsumentenkredit-Marke "easyCredit", die der Norisbank schon im vergangenen hohe zweistellige Zuwachsraten im Kredit-Neugeschäft bescherte.

Der Verkauf der Norisbank, den die HVB im Zuge ihrer Neuausrichtung abspaltet, soll noch im Juli erfolgen. "Der Verkaufsprozess liegt gut im Plan und sollte bis Monatsende abgeschlossen sein", sagte Graband. Im Rennen sind offenbar fünf Interessenten, wovon allerdings nur vier namentlich bekannt sind. Neben der deutschen Postbank sind dies die britischen Royal Bank of Scotland und HSBC und die französische BNP Paribas. Die HypoVereinsbank strebt einen Verkaufserlös von 400 Mio. Euro für die Norisbank an.

Am Montagabend hieß es aus Verhandlungskreisen, die HVB spreche nur noch exklusiv mit der DZ Bank. Die DZ Bank sei bereit, mehr als 400 Mio. Euro bieten. Weder HVB noch DZ Bank waren für eine Stellungnahme zu erreichen.

Neben dem Verkauf der Norisbank hat die HVB jüngst mit der Platzierung von 25 Prozent der österreichischen Bank Austria an der Börse rund eine halbe Mrd. Euro erzielt. Zur weiteren Verbesserung der Kapitalstruktur schließt die HVB auch den Verkauf weiterer Töchter nicht aus.

Quelle: n-tv.de