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Nach Strom-Chaos in London Normalität kehrt zurück

Nach dem gigantischen Stromausfall in London hat sich die Lage wieder normalisiert: Ampelanlagen funktionieren, die U-Bahn fährt und die Rolltreppen laufen wieder.

Am Donnerstagabendabend, pünktlich zur Rushhour waren Teile der britischen Metropole komplett lahm gelegt. Von dem Blackout im Berufsverkehr waren etwa 500.000 Menschen in London und angrenzenden Regionen betroffen.

Die Stromunterbrechung konnte nach Mitteilung der Versorgungsgesellschaft National Grid nach 34 Minuten behoben werden. Der private Konzern entschuldigte sich bei den Betroffenen für den "extrem seltenen Zwischenfall". Laut National Grid waren "zwei kurz aufeinander folgende Defekte" für den Ausfall verantwortlich.

Einigen britischen Politikern reicht die Entschuldigung nicht. Sie fordern eine schonungslose Aufklärung des Vorfalls. Der für die Energiepolitik zuständige Staatssekretär Stephen Timms verlangt einen umgehenden Bericht des privaten Stromversorgers.

Londons Bürgermeister Ken Livingstone sprach von einer "Schande" und machte mangelnde Investitionen in die Stromversorgung und bei der Londoner U-Bahn verantwortlich. Es könne nicht akzeptiert werden, dass eine Metropole wie London durch einen 30-minütigen Stromausfall in ein "derartiges Chaos" gestürzt werde. Der Blackout habe die Wirtschaft "hunderte Millionen Pfund" gekostet.

Quelle: n-tv.de