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Radeberger/Jever in einer Hand Oetker schluckt noch mehr Bier

Der Lebensmittelkonzern Oetker schluckt Brau und Brunnen (Jever, Berliner Pilsner, Sion Kölsch) und steigt damit zum größten Bierhersteller in Deutschland auf. Die Großaktionärin des Dortmunder Getränkeherstellers, HypoVereinsbank, verkauft ihren Anteil in Höhe von 61,73 Prozent für 220 Mio. Euro an Oetker.

"Wir sind froh, zu einem anständigen Preis verkaufen zu können", sagte ein Banksprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. Die Bank hatte angekündigt, sich im Rahmen ihres tief greifenden Umbaus von der Dortmunder Bierbeteiligung über kurz oder lang zu trennen.

Oetker kündigte über eine Beteiligungsgesellschaft (Dritte FuB) zugleich ein Übernahmeangebot an die Aktionäre der Brau und Brunnen AG von 80 Euro je Stückaktie an.

Oetker ist mit der Radeberger Gruppe (Radeberger, Clausthaler, Schöfferhofer Weizen, Henninger Radler) bisher Nummer 3 auf dem deutschen Biermarkt nach Interbrew Deutschland und Holsten. Dem Vernehmen nach sollen Radeberger Gruppe und Brau und Brunnen künftig nebeneinander unter dem Oetker-Konzerndach agieren. Die Details sollen am Freitag in Frankfurt/Main bekannt gegeben werden.

Die Übernahmewelle auf dem deutschen Biermarkt erreicht damit einen Höhepunkt. Erst vor gut drei Wochen hatte der dänische Brauriese Carlsberg die Übernahme von Holsten angekündigt. Der Hamburger Konzern soll zerschlagen werden. Bitburger will die Holsten-Töchter König Pilsener und Licher übernehmen.

Bei Oetker gehen Branchenexperten nun davon aus, dass über die Braustandorte Dortmund und Berlin gesprochen wird. An den beiden Städten betreiben sowohl die Radeberger Gruppe als auch Brau und Brunnen Brauereien. Oetker könnte Kostenvorteile durch Zusammenlegungen erzielen.

Quelle: ntv.de

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