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Mordfall Sonja und Tom Offene Fragen nach Geständnis

Auch nach der Festnahme und den ersten Geständnissen der mutmaßlichen Täter laufen die Ermittlungen zum Doppelmord an den Geschwistern Tom und Sonja aus Eschweiler über Ostern weiter. "Es wird weiter ermittelt und es gibt noch viel, viel Arbeit", sagte ein Sprecher der Aachener Polizei am Samstag.

Es stünden sehr viele Fragen im Raum, die noch aufgeklärt werden müssten wie zum Beispiel der Tathergang und der zeitliche Ablauf der Morde. Auch müsse geprüft werden, ob die gefundenen Spuren mit der Schilderung der beiden Verhafteten Markus Wirtz (28) und Markus Lewendel (33) übereinstimmten.

Wirtz hatte das Geständnis vor dem Ermittlungsrichter am Aachener Amtsgericht wiederholt, Lewendel hingegen hatte vor dem Richter von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es Anzeichen für ein sexuelles Tatmotiv. Zu weiteren Verhören und Aussagen der beiden Beschuldigten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden, betonte Alexander Geimer von der Aachener Staatsanwaltschaft.

Der elfjährige Tom und seine zwei Jahre jüngere Schwester Sonja waren vor fast drei Wochen verschwunden. Tom wurde einen Tag später erwürgt an einem Parkplatz 15 Kilometer von seinem zu Hause aufgefunden, Sonja einige Tage später erdrosselt auf einem Waldweg rund 100 Kilometer von Eschweiler entfernt. Die beiden mutmaßlichen Täter, die ebenfalls in Eschweiler wohnten, waren am Donnerstag in der Schweiz gefasst und sofort nach Aachen überstellt worden.

Der Hausmeister Lewendel und der Computerfachmann Wirtz wohnten als Nachbarn in einem Eschweiler Mehrfamilienhaus. Die Männer waren durch zwei entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung ins Visier der Fahnder geraten. Ein Abgleich von genetischem Material und die Überprüfung von Fingerabdrücken hatten die Übereinstimmung mit Spuren an einem Leichenfundort ergeben.

Die entscheidenden Hinweise auf die beiden Männer waren nach tagelangen Ermittlungen gekommen. Einer davon bezog sich auf eine Spezialzange für Elektroarbeiten, die vermutlich am Fundort einer Leiche gefunden wurde. Der zweite entscheidende Hinweis brachte die Ermittler auf den schwarzen Fiat, den die Männer später als Fluchtfahrzeug benutzten.

Der elfjährige Tom wurde am Tag nach seinem Verschwinden vor knapp drei Wochen erwürgt an einem Waldparkplatz aufgefunden, rund 15 Kilometer von seinem Zuhause entfernt. Einige Tage später fanden Spaziergänger seine neun Jahre alte Schwester erdrosselt auf einem Waldweg rund 100 Kilometer entfernt.

Quelle: n-tv.de