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Noch eine Nacht! Opernball in Rot und Lila

Eine rauschende Ballnacht in Rot und Violett: Das versprechen sich die 4.500 geladenen und bezahlenden Gäste vom diesjährigen Wiener Opernball an diesem Donnerstagabend. Österreichs Bundespräsident Thomas Klestil wird Punkt 22.00 Uhr mit dem traditionellen "Alles Walzer" die 48. Auflage des Spektakels eröffnen.

Prominenz aus aller Welt

1.000 Polizisten sollen das Gelände rund um die Staatsoper sichern, damit die Gäste in Frack und langen Abendkleidern ungestört über den roten Teppich in den mit 60.000 roten Blumen geschmückten Prachtbau Einzug halten können. Wie immer haben sich Stars und Polit-Promis aus aller Welt zu dem wichtigsten gesellschaftlichen Ereignis in der Walzerstadt angesagt. Auch in diesem Jahr kann es wieder von Millionen Fernsehzuschauern in Österreich und Deutschland live am Bildschirm verfolgt werden.

Franz, Ralf, Cora und Gunter

Bekannte Ballgäste aus deutscher Sicht sind neben Franz Beckenbauer erstmals auch Formel-1-Pilot Ralf Schumacher und Gattin Cora. Dazu Alt-Playboy Gunter Sachs, der eine eigene Loge für seine Gäste gemietet hat. Harald Schmidt hat dagegen eine Einladung abgelehnt. Erwartet werden einmal mehr Staatsmänner und -frauen sowie Prominente aus Film- und Show-Business.

Andie ist da!

Bereits am Mittwoch traf in Wien Hollywood-Star Andie MacDowell (45) ein, die an der Seite des Wiener Bauunternehmers und bekannten Salonlöwen Richard "Mörtl" Lugner internationales Flair an die Donau bringt.

Lebt die denn noch?

Lugners (71) sorgten wieder einmal für ein Skandälchen vor dem gesellschaftlichen Großereignis, das bei Eintrittspreisen von 215 Euro bis zu 16.000 Euro seit Monaten ausverkauft ist. Christina Lugner, genannt Mausi, legte sich mit dem Ehemann der Diva Zsa Zsa Gabor (86) an. Dieser hatte laut Berichten die Lugners um eine Einladung in deren Loge gebeten und abschlägigen Bescheid erhalten. Gabors Ehemann, der adoptierte Adelige Prinz Frederic von Westfalen, Anhalt und Sachsen, "drohte" daraufhin sein Kommen an der Seite der Millionenerbin Paris Hilton an. Besonders erbost sei Frederic über die Äußerung "Mausis" gewesen, die über Zsa Zsa Gabor meinte: "Ja, lebt die denn noch?"

Rekorde brechen

Eröffnet wird der Ball einmal mehr von 160 jungen Paaren, die Wiener Walzer aus der Strauß-Ära vor den 14 TV-Kameras des österreichischen Fernsehens in vollendeter Harmonie aufs Parkett bringen sollen. 29 der Pärchen, die für ihre Teilnahme selbst bezahlen mussten, kommen aus Deutschland. Alles in allem, so versprechen die Veranstalter, wird er Opernball, mit dem die ereignisreiche Wiener Ballsaison fast schon zu Ende geht, alle bisherigen Rekorde brechen.

Wir können dabei sein!

Mobile TV-Kameras sorgen dafür, dass Millionen Zuschauer in Österreich und Deutschland auch in die entlegenste Loge schauen und die Prominenz bis nach Mitternacht belauschen können. Für gelangweilte Gäste gibt es ein Kasino, und für solche, die angesichts des reichlichen Essens aus den Nähten platzen, wurde sogar ein Schneider engagiert. Die Organisatoren rechnen mit Einnahmen von über drei Millionen Euro, von denen eine Million als Reingewinn bleiben dürfte.

Von Christian Fürst, dpa

Quelle: ntv.de