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Währung freigegeben Peso wieder gehandelt

Die argentinische Zentralbank hat am Donnerstag den Bankenfeiertag aufgehoben und die Wiederaufnahme des seit 21. Dezember unterbrochenen Devisenhandels für Freitag angeordnet. Erstmals seit der Abwertung am Sonntag musste sich damit der Peso auf dem freien Markt bewähren. Die Währung hielt sich gut und wurde für 1,50 bis 1,60 pro Dollar gehandelt.

Tausende Menschen haben am Donnerstag vor dem Präsidentenpalast friedlich gegen die Wirtschaftspolitik demonstriert. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die Maßnahme im neuen Wirtschaftsprogramm, bestimmte Spareinlagen für ein Jahr in Festanlagen umzuwandeln.

Die argentinische Regierung hatte am Sonntag den neuen offiziellen Wechselkurs von 1,40 pro US-Dollar festgelegt, nachdem der Kongress die seit 1991 bestehende gesetzliche Eins-zu-Eins-Bindung aufgehoben hatte. Dieser Kurs soll aber nur im Außenhandel angewendet werden, bei sonstigen Devisengeschäften und an Wechselstuben gilt ein freier Kurs. Auf dem Schwarzmarkt hatte der Dollar in den vergangenen Tagen für bis zu 1,60 Pesos den Besitzer gewechselt. Die argentinische Zentralbank hatte den nationalen Bankenfeiertag am Donnerstag um einen Tag verlängert.

Durch die argentinische Wirtschaftskrise sind viele Unternehmen, vor allem in Spanien, betroffen. Aber auch deutsche Kleinanleger, die wegen der hohen Renditen in argentinische Anleihen investiert hatten, zittern nun um ihr Geld. Argentinen hat mittlerweile 135 Mrd. Dollar Auslandsschulden aufgetürmt und hat die Tilgung der Schulden seit 23. Dezember eingestellt.

Quelle: n-tv.de

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