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US-Pharmariesen berichten Pfizer wächst dank Viagra

Das erste Quartal des Geschäftsjahres wird bei den Pharmakonzernen Pfizer und Eli Lilly wohl in unterschiedlicher Erinnerung bleiben. Während Pfizer Gewinn und Umsatz steigern konnte, musste Eli Lilly einen Gewinneinbruch hinnehmen. Merck und Co. stellten in Ergänzung seiner Zahlen einen sehr positiven Ausblick.

Wie Pfizer mitteilte, stieg der bereinigte Gewinn je Aktie von 39 auf 45 Cent. Analysten hatten lediglich mit 44 Cent gerechnet. Ein außerordentlicher Nachsteuergewinn von insgesamt 2,2 Mrd. Dollar mit eingerechnet, kletterte der Gewinn von 31 auf 76 Cent.

Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 8,525 Mrd. Dollar. Besonders die Medikamente Lipitor (Cholesterin), Neurontin (Epilepsie), Viagra (Potenz), Zithromax (Antibiotikum) und Zyrtec (Allergie) ließen die Kassen klingeln, sie alle wiesen zweistellige Wachstumsraten auf.

Bei Eli Lilly ließen dagegen hohe Kosten für Stellenstreichungen sowie Abschreibungen den Gewinn schrumpfen. Wie der Pharmakonzern mitteilte, sank der Gewinn von 629 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 407 Mio. US-Dollar. Pro Aktie fiel der Gewinn von 58 Cent auf 38 Cent. Ausgenommen Einmalposten verdiente Eli Lilly in den ersten drei Monaten 61 Cent je Aktie. Analysten hatten auf dieser Basis im Durchschnitt jedoch nur mit 58 Cent je Aktie gerechnet.

Besonders das Auslaufen des Patentschutzes für das einst verkaufsstarke Antidepressivum Prozac macht dem Konzern zu schaffen. Eli Lilly bemüht sich derzeit, die die daraus entstandenen Umsatzeinbußen mit anderen Produkten auszugleichen. Dabei setzt der Pharmariese auf neue Medikamente gegen Osteoporose, Depressionen oder Impotenz. Bei einigen Medikamenten kam es jedoch wegen Herstellungsgproblemen zu Verzögerungen im Zulassungsverfahren.

Der weltweit drittgrößte Pharmakonzern Merck & Co. hat für das laufende Geschäftsjahr für sein Kerngeschäft Arzneimittel ein Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Zuvor hatte Merck bereits die Ausgliederung seiner Sparte Medco Health Solutions angekündigt, die im Auftrag von Firmen vergünstigte Medikamente für deren Angestellte vermittelt. Für beide Geschäftsbereiche zusammen rechnet der Konzern nach eigenen Angaben in diesem Jahr mit einem Gewinnanstieg von acht bis elf Prozent auf 3,40 bis 3,47 Dollar je Aktie.

Quelle: n-tv.de