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Singen und tanzen Popstars gesucht

Juror Detlef Soost bringt es auf den Punkt. Sein Sender ProSieben sucht "Frontsäue", sagt er - junge Frauen und Männer, die nicht nur singen, sondern auch noch tanzen sollen, denn die mittlerweile sechste Staffel der Castingshow "Popstars" trägt im Titel den Zusatz "on stage".

Von diesem Donnerstag (20.15 Uhr) an sucht ProSieben eine neue Band, die in die Fußstapfen von Monrose treten soll, die im Vorjahr den Wettbewerb gewannen, allerdings bei der deutschen Qualifikation zum European Song Contest gegen Roger Cicero den Kürzeren zogen.

Knapp 11. 000 Talente kamen in den vergangenen Wochen zu den "Popstars"-Castings. ProSieben zeigt in den ersten fünf von 26 Folgen die Veranstaltungen in Berlin, Bremen, Duisburg, Mannheim und München. In Folge sieben müssen sich die besten Nachwuchssänger und -tänzer bei der so genannten "Qualifying-Show" in Füssen für den Workshop qualifizieren, in dem nach strengen Regeln das Handwerk gelernt wird. Wie viele Kandidaten dann noch dabei sind, ist laut ProSieben offen. Die Zahl dürfte bei rund 20 liegen.

Die "Popstars"-Jury wurde für die neue Show erweitert: Neben Soost, Nina Hagen und Dieter Falk geben die Musikdozentin und Leadsängerin Jane Comerford von der Gruppe Texas Lightning und Musikerin Marusha ihre Bewertungen für die Kandidaten ab. "Ich stehe noch für viel, viel mehr als nur Rave und Techno", sagt die 40-jährige Marusha, die als DJ, Produzentin und Schauspielerin Karriere machte. "Das Schöne an mir ist, das ich wandelbar und multi-interessiert bin. Daher passe ich überall hin, wo ich hinpassen möchte."

Die neue Band soll gleich nach dem Finale auf Deutschland-Tour gehen. Ihren Vorgängern Monrose brachte der Sieg bei ProSieben auf Anhieb mit dem Titel "Shame" Platz eins bei den Single-Charts (350.000 verkaufte Exemplare) im Spätherbst 2006. Das Album "Temptation" wurde im Anschluss immerhin knapp 400.000 Mal abgesetzt und erreichte damit Platin-Status. Das Mädchen-Trio veröffentlicht demnächst eine weitere Single ("Hot Summer") und will vor dem Ende der neuen "Popstars"-Staffel ein weiteres Album produzieren, um die eigene Bekanntheit zu nutzen, noch bevor eine neue Band gekürt wird.

Weniger Glück hatte indes das Siegerteam der "Popstars"-Staffel eins, die damals noch bei RTL II lief. Das Comeback der "No Angels", inzwischen von fünf auf vier Mitglieder minimiert, wurde in der Branche als Misserfolg gewertet, da im Frühjahr gerade einmal 30.000 Alben verkauft wurden.

Quelle: n-tv.de