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Telekom-Kabelnetz Privatsender engagieren sich

In die Gespräche über den Ausbau des deutschen Fernseh-Kabelnetzes ist offenbar wieder Bewegung gekommen. Nachdem das Bundeskartellamt den geplanten Verkauf des Kabelnetzes der Deutschen Telekom an den US-Investor Liberty Media verhindert hat, steht möglicherweise die Bildung einer neuen Bietergemeinschaft bevor.

n-tv Gründer und Aufsichtsratschef Karl-Ulrich Kuhlo bemüht sich momentan, ein Konsortium zusammenzubringen, dem alle Fernsehsender - inklusive ARD und ZDF - sowie regionale Netzbetreiber und Finanzinvestoren angehören. Mit diesem "binnenpluralistischen Ansatz " soll eine kartellrechtlich mögliche Lösung gefunden werden.

Die Deutsche Telekom habe Bereitschaft signalisiert, sich ebenfalls in der Rolle eines Finanzinvestors zu engagieren. Kuhlo fordert, dass sie sich mit einem Drittel am Konsortium beteiligt. Zur Zeit laufen Gespräche mit kleinen Kabelbetreibern (Netzebene 4) und weiteren möglichen Finanzinvestoren im In- und Ausland. Die Initiative wird vom Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) unterstützt, der die möglichen Partner noch vor der Sommerpause an einen Tisch bringen will.

Quelle: ntv.de