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Geteiltes Echo Prominente zum TV-Duell

Das TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber hat ein geteiltes Echo bei Stars aus Sport, Medien und Show-Business gefunden. Während Schauspielerin Uschi Glas Stoiber lobte, sagte ihre Kollegin Inge Meysel der "Bild"-Zeitung: "Der Kanzler war natürlich besser."

Das Blatt zitierte Ex-Tennisstar Boris Becker mit den Worten: "Stoiber und Schröder haben beide Stärken und Schwächen bewiesen. Es gab keinen eindeutigen Verlierer und Sieger."

FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß fand Stoiber der "Bild"-Zeitung zufolge "sensationell": Er habe die richtigen Themen angesprochen, während Schröder blass gewirkt habe. Auch bei dem Trainer von Bayer Leverkusen, Klaus Toppmöller, kam der CDU/CSU-Kandidat besser an: "Stoiber wird neuer Bundeskanzler", sagte er in "Bild".

Enttäuscht zeigte sich DGB-Chef Michael Sommer: "Das war kein Duell. Katastrophale Regeln, müde Fragen, Leidenschaft abgewürgt. Richtig schade", wird er zitiert. Der frühere ZDF-Intendant Dieter Stolte und heutige Herausgeber der Zeitung "Die Welt" befand dagegen: "Ein informatives Duell". Nach 30 Minuten habe Stoiber gegenüber Schröder gepunktet, indem er Fehler der Regierung beim Bekämpfen der Arbeitslosigkeit und der Steuerpolitik attackiert habe.

TV-Moderator Friedrich Nowottny erklärte bei RTL: "Stoiber war angriffslustig, und er hat versucht, die Themen zu bestimmen." Der Bundeskanzler habe sich wie ein Staatsmann gegeben. "Während der eine die Verantwortung für den Mittelstand auf seine Schultern lud, nämlich Stoiber, wollte Gerhard Schröder die Verantwortung für das Gesamtwohl des Volkes demonstrieren. Er tat es nicht sehr engagiert und nicht sehr kraftvoll, da war Stoiber aggressiver", sagte er.

Auch "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust fand Stoibers Auftritt angriffslustiger und engagierter. Er erklärte, Schröder habe "natürlich das Problem, dass er als Verteidiger seiner Position automatisch in der Defensive" sei. "Das hätte er eigentlich ein bisschen besser machen können."

Quelle: ntv.de

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