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Dienstag, 15. Juli 2003

Ein "anrüchiges" Problem: "Pups-Steuer" in Neuseeland

Aus Protest gegen eine geplante Steuer auf den Methangas-Ausstoß ihres Viehs greifen Neuseelands Bauern zu anrüchigen Methoden: Erboste Landwirte schickten Medienberichten zufolge schon etwa 20 mit Dung gefüllte Pakete an das Parlament in Wellington - und stoßen vor allem bei der Post auf Naserümpfen: "Wir nehmen dies so ernst, als wäre dort Cyanid drin", zitierte der "New Zealand Herald" einen Sprecher.

Mit der im Volksmund "Blähungs-Steuer" genannten Abgabe will die Regierung die Forschung zur Reduzierung des Methans finanzieren, das mehr als die Hälfte der in Neuseeland entstehenden Treibhausgase ausmacht. Auf eine durchschnittliche Farm kämen nach dem Plan Mehrkosten von 300 Neuseeländischen Dollar (157 Euro) im Jahr zu.

Landwirtschaftsminister Jim Sutton zeigte sich verärgert über die Kampagne der Bauern mit dem Namen "Raise a Stink" (Stunk machen): Beteiligte Landwirte seien "Clowns, die bei einem solchen Schwachsinn mitmachen", sagte er. Es wäre nicht fair, wenn alle Bürger für die Methan-Forschung zahlen müssten.

Quelle: n-tv.de