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Spanischer Strommarkt RWE und E.ON liebäugeln mit Endesa-Stromgeschäften

Die beiden deutschen Versorger sind offenbar an Beteiligungen der spanischen Konkurrentin Endesa interessiert. Wie die "Financial Times" am Dienstag unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtete, zeigt sich jedoch vor allem E.ON zurückhaltend in puncto Finanzen. RWE werde voraussichtlich mitbieten, nachdem die Bemühungen um die Übernahme des viertgrößten spanischen Versorgers Hidrocantabrico gescheitert waren. RWE und E.ON lehnten einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Endesa hatte Ende vergangener Woche mitgeteilt, inländische Energie-Vermögenswerte in Höhe von rund fünf Mrd. Euro bis zum Ende dieses Jahres an ein europäisches Unternehmen verkaufen zu wollen. Zu diesem Zweck solle eine Holdinggesellschaft gegründet werden, die aus den Bereichen Stromerzeugung und -verteilung bestehen solle. Diese neue Gesellschaft werde zum fünftgrößten Stromkonzern des Landes hinter Endesa, Iberola, Union Fenosa und Hidrocantabrico werden, hieß es.

Experten hatten nach dieser Ankündigung mit einem regen Interesse sowohl von spanischen als auch von europäischen Unternehmen gerechnet.

Quelle: ntv.de