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600.000 Euro weniger Rabatt auf C&A-Bußgeld

Die Folgen der Anfang des Jahres durchgeführten umstrittenen Rabattaktion für die Bekleidungskette C&A werden immer milder. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) hat das Anfang des Jahres verhängte Bußgeld auf 400.000 von zuvor einer Mio. Euro reduziert und eine Klage vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen. Grundsätzlich bestätigte das OLG jedoch die im Frühjahr vom Landgericht Düsseldorf erlassene einstweilige Verfügung.

Die Rabattaktion zu Jahresbeginn sei eine umstrittene Sonderveranstaltung gewesen, mit der gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstoßen worden sei, hieß es zur Begründung. Ein C&A-Sprecher bedauerte die enge Auslegung des Wettbewerbsrechts durch das OLG. Die Urteilsbegründung werde eingehend geprüft, um über eine Beschwerde vor dem BGH zu entscheiden.

Der drittgrößte deutsche Textilkonzern hatte in den ersten Januarwochen anlässlich der Euro-Umstellung zunächst Karten- und dann auch Bargeldzahlern einen Rabatt von 20 Prozent auf das gesamte Sortiment gewährt. Eine Rabattaktion ist nur in Sonderfällen möglich. C&A hatte in der Euro-Einführung eine solche gesehen und die Preise entsprechend gesenkt.

Quelle: n-tv.de