Archiv

Preisabsprachen? Razzia bei Allianz

In einer bundesweiten Razzia hat das Bundeskartellamt am Mittwoch 13 Versicherungsunternehmen, darunter die Allianz in München, durchsucht. Hintergrund ist ein Verdacht auf Preisabsprachen. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwalt durchgeführt.

Grundlage der Razzia sei ein Beschluss des Bonner Amtsgerichts, teilte das Bundeskartellamt in Bonn weiter mit. Das auf Grundlage dieses Beschlusses beschlagnahmte Material solle jetzt ausgewertet werden, so die Behörde weiter.

Der Kartellverdacht richte sich auf Absprachen zu Prämienerhöhungen im industriellen Sach- und Haftpflichtgeschäft. Versicherungen privater Haushalte, wie beispielsweise Lebensversicherungen, seien von solchen Unternehmensversicherungen nicht betroffen.

Die Allianz hat die Durchsuchungen zwischenzeitlich bestätigt. Wie der Versicherungskonzern in München mitteilte, seien Geschäftsräume der Allianz-Versicherungs-AG in München, Unterföhring und Stuttgart durchsucht worden. Nähere Angaben lehnte das Unternehmen unter Hinweis auf das schwebende Verfahren jedoch ab.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Ulf Böge, betonte, das Kartellamt sei nicht bereit, Preisabsprachen zu akzeptieren. Sie schadeten Verbrauchern und der Volkswirtschaft in erheblichem Umfang.

Quelle: ntv.de