Archiv

TUI und Thomas Cook sparen Reisekonzerne im Angstsog

"Der Irakkrieg hat in den Köpfen der Verbraucher bereits angefangen", lautet die nüchterne Erkenntnis von Stefan Pichler, Vorstandschef beim Reiseveranstalter Thomas Cook, im n-tv Interview. Die Angst unter den Reiseweltmeistern schlägt sich in den Büchern der Touristikkonzerne nieder. Jeweils um 6 Prozent ist das Geschäft beim Branchenprimus TUI sowie bei Thomas Cook, der Nummer 2 im deutschen Touristikmarkt, zurückgegangen.

Sparen heißt deshalb bei beiden Konzernen die Strategie. Zwei Sparwellen im Volumen von insgesamt 271 Mio. Euro wurden bei TUI bereits umgesetzt, weitere strukturelle Sparmaßnahmen im dreistelligen Millionenbereich sollen folgen. "Wir warten nicht ab, bis sich die Krise auflöst ", kommentiert Unternehmenschef Michael Frenzel, stattdessen tue man nun, was notwendig sei. Thomas Cook baut auf die drei Kernmaßnahmen "cash, cost, commitments". Mehr Geld soll in die Kassen des Konzerns, Kosten sollen gesenkt werden und alle Möglichkeiten zur Ertragssteigerung wahrgenommen werden.

Im n-tv Interview äußern sich beide Unternehmenschefs auch zu Strategien im Billigreise-Segment. Während TUI-Chef Frenzel auch hier zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten für sein Unternehmen sieht, erteilt Thomas Cook-Chef Pichler der Geiz-Strategie eine Absage: "Billig allein macht nicht glücklich", so sein Kommentar.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema