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450 Milliarden Yen Rettungspaket für Mitsubishi

Mit einem milliardenschweren Sanierungspaket will der angeschlagene Autobauer aus den tiefroten Zahlen kommen und 2006/2007 wieder Gewinne sehen. Das mittelfristige Programm hat nach Unternehmensangaben ein Volumen von 450 Milliarden Yen (3,33 Milliarden Euro).

Neben den Großaktionären aus dem Mitsubishi-Konglomerat beteiligen sich auch der Finanzinvestor Phoenix Capital sowie die Bank J.P. Morgan Chase an der Kapitalspritze für den Konzern.

Scharfe Einschnitte

Mit dem frischen Geld alleine ist es bei Mitsubishi Motors jedoch noch nicht getan. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, sollen im Zuge der Neuordnung bis zu 30 Prozent der Stellen abgebaut werden. Das Unternehmen werde Ende 2006/07 noch 18.800 Mitarbeiter beschäftigen, verglichen mit aktuell rund 26.400.

Die Produktionskapazität soll um 17 Prozent heruntergefahren werden. Die Zahl der Kfz-Plattformen werde von 15 auf sechs verringert. Die Produktion im Werk Okazaki werde eingestellt, hieß es weiter. Damit würden in Japan künftig nur noch zwei statt drei Anlagen betrieben. Zudem soll 2005 die Motorenfabrik in Australien geschlossen werden. Insgesamt sollen die Maßnahmen die Fixkosten 2006/2007 um 85 Mrd. Yen senken.

Horrende Verluste, riesige Schuldenberge

Im abgelaufenen Jahr musste Mitsubishi einen Rekord-Verlust von netto 215,42 Milliarden Yen verbuchen, nach einem Gewinn von 37,36 Milliarden Yen im Vorjahr. Der Umsatz sank um 35,1 Prozent auf 2,5 Billionen Yen.

Seit Großaktionär DaimlerChrysler Ende April überraschend aus der Finanzierung seines Partners ausgestiegen war, arbeitete Mitsubishi Motors mit Hochdruck an dem Sanierungsplan. Größtes Problem ist der Schuldenberg von 5,5 Mrd Euro.

DaimlerChrysler beteuerte erneut, an der Beteiligung festhalten zu wollen. Man habe nicht vor, einen neuen Käufer zu suchen, hieß es. Durch die Kapitalerhöhung "verwässert" der 37-prozentige Anteil von DaimlerChrysler, er sinkt auf 25 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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