Archiv

Schweden Rohstoffe, Handys und Autos

Bei nur 8.8 Mio. Einwohnern ist der schwedische Binnenmarkt für eine Industrienation zu klein. Der Export ist für die Untertanen von König Carl-Gustaf und Königin Silvia lebenswichtig. Deshalb hat die schwedische Wirtschaft den Beitritt zum EU-Binnenmarkt begrüßt. Der zweite Schritt, der Beitritt zur Währungsunion scheiterte bisher an der Skepsis in der Bevölkerung.

Der Bruttoinlandsprodukt lag 2001 bei rund 228 Mio. US-Dollar. Die hohen Zuwachsraten der Vergangenheit - über drei Prozent - kann Schweden in der weltweiten Wirtschaftsflaute nicht halten, In diesem Jahr werden rund 1,5 Prozent erwartet. Damit liegen die Schweden aber über dem Durchschnitt in der Europäischen Union.

Die weiteren Wirtschaftsdaten können sich ebenfalls sehen lassen. Die Arbeitslosigkeit ist mit weniger als fünf Prozent relativ niedrig. Die Inflationsrate liegt bei durchschnittlich einem Prozent.

Schweden ist ein rohstoffreiches Land. Hier befinden sich neben Eisenerz, Kupfer und Bleivorkommen rund 15 Prozent der weltweiten Uranlager. Die wichtigsten Zweige der Industrie sind nicht Telekommunikation und Software sondern die Metall- und die Metallverarbeitende Industrie, dann folgen die Holzverarbeitung, die Chemie- und die Pharmabranche. Allerdings erlangt die Elektronikindustrie wachsende Bedeutung.

Kommunikation spielt bei den Schweden eine große Rolle. Über 70 Prozent der Schweden haben ein Mobiltelefon, rund sieben Prozent der Einwohner surfen im Internet.

Die Bedeutung der Maschinenbauer schlägt sich auch in der Exportstatistik nieder. Rund 50 Prozent der Ausfuhren sind Maschinen und Transportmittel. Darunter fällt auch die Automobilindustrie mit einem Anteil von rund zwölf Prozent. Hauptausfuhrländer sind Deutschland, Großbritannien, Norwegen und die USA. Der Anteil der Hightech-Exporte liegt bei rund 18 Prozent.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.