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Mit "zweitem Erfurt" gedroht SEK stellt Sportschützen

Ein Sondereinsatzkommando der Thüringer Polizei hat am Samstag bei einem 61Jahre alten Sportschützen rund 30 Waffen sichergestellt. Der Mann aus dem Altenburger Land habe zuvor Anwohner, Bekannte und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung wiederholt bedroht, berichtete die Polizei.

Bei einem Grundstücksstreit soll er vor zwei Wochen eine Pistole auf den Tisch gelegt und ein "zweites Erfurt" angedroht haben. In der Thüringer Landeshauptstadt hatte im April vorigen Jahres bei einem Schulmassaker der 19 Jahre alte ehemalige Gutenberg-Schüler Robert Steinhäuser 16 Menschen erschossen und sich danach selbst umgebracht.

Zu den sichergestellten Schusswaffen im Altenburger Land zählten auch eine umgebaute Kalaschnikow, eine so genannte Kartoffel-Kanone sowie mehrere Großkaliber. "Einige der Pistolen und Gewehre waren nicht vorschriftsmäßig gesichert. Munition lag offen herum", sagte Polizeisprecherin Steffi Kopp. Noch prüfe die Polizei, wem die Waffen gehörten. Elf waren auf den Namen des 61-Jährigen angemeldet.

Dem als cholerisch und psychisch labil geltenden Mann seien Waffen und Waffenbesitzkarten abgenommen worden. "Er war sehr kooperativ, hat alles freiwillig herausgegeben und befindet sich nach wie vor auf freiem Fuß ", sagte Kopp. Auf Grund seines Auftretens in der Öffentlichkeit habe die Polizei vorsorglich das Sondereinsatzkommando um Unterstützung gebeten.

Quelle: ntv.de

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