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Wähler blieben zu Hause SPD-Hochburgen verloren

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat die CDU auch in traditionell sozialdemokratischen Hochburgen der SPD viele Stimmen abgenommen, zum Teil sogar das Direktmandat errungen. So wurde im Wahlkreis Salzgitter der Christdemokrat Hermann Eppers mit 48,3 Prozent der Erststimmen direkt in den Landtag gewählt. Sein SPD- Kontrahent Wolfgang Fisch kam nur auf 44,4 Prozent der Stimmen - bei der Landtagswahl 1998 hatte der SPD-Direktkandidat noch 58,4 Prozent erreicht. Nur im "roten" Emden blieb es bei der absoluten SPD-Mehrheit.

Im Wahlkreis Leer-Bochum - 1998 mit 59,5 Prozent der Stimmen für die SPD und 62,4 Prozent für die Direktkandidatin Johanne Modder noch klar SPD-dominiert - sackten die Sozialdemokraten auf 43,2 Prozent ab, Modder erzielte nur 45,1 Prozent der Stimmen, konnte ihr Direktmandat aber halten. So auch im Wahlkreis Peine, wo SPD-Direktkandidat Ulrich Biel sein Mandat zwar errang, die SPD aber von 58,4 Prozent 1998 auf 42,2 Prozent 2003 verlor. Die CDU legte im Gegenzug von 29,7 Prozent auf 42,6 Prozent zu.

Auch im Wahlkreis Norden verteidigte die SPD das Direktmandat. Der Stimmenverlust gegenüber der Landtagswahl 1998 war für die Partei dennoch enorm: Statt 59,3 Prozent kamen die Sozialdemokraten auf 45,9 Prozent. Die CDU dagegen legte von 26,8 auf 40,0 Prozent zu. In Emden verloren die Sozialdemokraten zwar auch, jedoch nicht so heftig wie andernorts. Sie kamen auf 51,7 Prozent der Stimmen. 1998 hatte die SPD noch 63 Prozent für sich gewinnen können.

Quelle: ntv.de