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n-tv Interview Saban zur Übernahme

Springer übernimmt ProSiebenSat1. Ein Gespräch mit Haim Saban, Aufsichtsratsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG.

n-tv: Wie kam es zu dem Deal, was steht dahinter?

Saban: Es begann damit, dass wir Springer kaufen wollten, aber das ist unmöglich, denn Friede Springer würde niemals die Kontrolle über die Dynastie ihres Mannes abgeben. Dieser Zusammenschluss kann der digitalen Zukunft viel besser entgegensehen als die einzelnen Unternehmen allein. Operativ wird sich nichts ändern. Ich werde zusammen mit dem Management weiterhin die gleichen Dinge tun. Ich genieße die Zusammenarbeit, denn sie sind sehr professionell.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Springer-Chef Döpfner, was wird sich ändern?

Mathias Döpfner und ich haben als gleichberechtigte Partner gearbeitet. Ich habe mich mit ihm über alles beraten. Wir haben zwei Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit. Ich weiß aus der bisherigen Erfahrung, dass die gleichberechtigte Partnerschaft mit Mathias Döpfner über die letzten zwei Jahre so gut war, dass das auch so gut weitergehen wird.

Können Sie freien Aktionären empfehlen, ihre ProSiebenSat1-Aktien in Springer-Aktien zu tauschen anstatt sie zu verkaufen

Ich kann überhaupt nichts empfehlen. Ich weiß nicht, ob es legal wäre oder nicht. Aber ich kann sagen, was ich tun werde: Ich investiere eine große Summe Geld in den Zusammenschluss. Handlungen sind in diesem Falle viel eindeutiger als Worte. Ob die Menschen das Gleiche machen möchten, ist deren Entscheidung.

Quelle: ntv.de