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Werbung für die Übernahme Sanofi besser als erwartet

Der Übernahmekampf um Aventis geht in die nächste Runde. Am Montag legte Sanofi-Synthelabo seine Jahresbilanz 2003 vor, die besser als erwartet ausfiel. Was Unternehmenschef Jean-Francois Dehecq wollte, ist ihm damit gelungen: er präsentiert seinen Konzern als wachstumsstarkes Unternehmen und buhlt damit bei den Investoren um eine höhere Börsennotierung.

Sanofi hatte vor drei Wochen, die feindliche Übernahme von Aventis eingeleitet. Seither hat sich die Marktkapitalisierung der rivalisierenden Unternehmen zugunsten von Aventis verschoben. Dehecq muss dem entgegenwirken, denn die Akquisition soll zu 80 Prozent mit Aktien finanziert werden.

Der Überschuss vor Sonderposten stieg im Vorjahresvergleich um 17,7 Prozent auf 2,07 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie (EPS) verbesserte sich um 21,5 Prozent auf 2,94 Euro. Experten hatten einen Gewinn vor Sonderposten im Schnitt von 2,02 Mrd. Euro erwartet. Das Unternehmen selbst hatte einen Zuwachs von rund 20 Prozent beim EPS angepeilt.

Der Überschuss nach Sonderposten stieg um 18 Prozent auf 2,08 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 3,08 Mrd. Euro nach 2,61 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis oder Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von knapp drei Mrd. Euro in der Spanne zwischen 2,85 Mrd. Euro und 3,07 Mrd. Euro gerechnet.

Für 2004 erwartet Sanofi ein ähnliches Umsatzwachstum wie 2003. Beim EPS peilt das Unternehmen für 2004 ein Plus von 15 Prozent an.

Presseberichten vom Wochenende zufolge hat sich die US-Kartellbehörde FTC inzwischen eingeschaltet, um zu prüfen, inwieweit ein Zusammenschluss von Aventis und Sanofi den Wettbewerb innerhalb der USA beeinflusst. Laut "Die Welt" soll Sanofi Unterlagen über sein feindliches Übernahmeangebot vorlegen.

Quelle: n-tv.de

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