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Vertrauensfördernde Maßnahme Schärfere Regeln für Analysten

Die Anforderungen für Banken und Finanzdienstleister bei der Analyse von Wertpapieren werden strenger. Künftige müsse offengelegt werden, ob das analysierte Wertpapier im eigenen Handelsbestand geführt werde, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Dienstag in ihrer Auslegung zum Wertpapierhandelsgesetz mit. Dies gelte ausdrücklich auch für Veröffentlichungen im Fernsehen und in anderen Medien. Ziel der Maßnahme sei es, das durch Skandale geschrumpfte Vertrauen der Anleger in die Aktienmärkte zu stärken.

Veröffentlichungspflichtig sind darüber hinaus die Teilnahme an einem Emissionskonsortium in den vergangenen fünf Jahren, die Betreuung der Wertpapiere an der Börse sowie eine Beteiligung von mindestens einem Prozent am Grundkapital der analysierten Gesellschaft. Auch offene Verkaufsoptionen im Volumen von einem Prozent des Grundkapitals seien darzulegen, so die Behörde weiter.

Die Analystenvereinigung DVFA begrüßte die Entscheidung der BaFin als praxisgerecht und europaweit führend.

Quelle: n-tv.de