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10.000 Menschen geschmuggelt Schlepperbande verhaftet

Die österreichischen Behörden haben eine Schlepper-Bande ausgehoben, die bis zu 10.000 Menschen aus dem Kosovo in die EU geschleust haben soll. 17 Verdächtige, die überwiegend Serben-Montenegro und dem Kosovo stammen, seien im Osten Österreichs und in Ungarn festgenommen worden, teilte das Bundeskriminalamt in Wien mit. Die Bande sei seit fast zehn Jahren aktiv gewesen und habe mindestens drei Millionen Euro von ihren Opfern kassiert.

Die Wirtschaftsflüchtlinge, zumeist Kosovo-Albaner, seien zumeist in Reisebussen oder im Kofferraum von Personenwagen versteckt über Ungarn nach Österreich transportiert worden. Auch die illegale Einreise nach Österreich zu Fuß über die grüne Grenze sei häufig versucht worden. Opfer und Täter wurden den Angaben zufolge zumeist mit gefälschten Dokumenten ausgestattet.

Pro Person waren zuletzt 1.500 Euro zu zahlen. Ziel der aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen war zumeist Deutschland, aber auch Belgien, die Niederlande und Norwegen. Österreichische und ungarische Behörden hätten seit Juni gemeinsam ermittelt, hieß es im Bundeskriminalamt weiter.

Es war dies der zweite Schlag der österreichischen Polizei gegen eine große Schlepper-Organisation innerhalb einer Woche. Am 23.Oktober waren mit Hilfe der tschechischen Behörden 43 Verdächtige festgenommen worden, die allein in diesem Jahr rund 4.000 Tschetschenen nach Österreich geschmuggelt haben sollen.

Quelle: ntv.de