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Kontroverse in England Schule fordert Prügelstrafe

Eine christliche Privatschule in Liverpool will zur Prügelstrafe zurückkehren. Die körperliche Züchtigung ungezogener Schüler werde in der Bibel befürwortet, sie gehöre also zu den Glaubensgrundsätzen der Schule.

Die Prügelstrafe in Großbritannien wurde erst 1998 von der Regierung verboten. Dieses Verbot verstößt nach Ansicht der Christian Fellowship School in Liverpool gegen das Recht auf freie Religionsausübung. Die Schule stützt sich unter anderem auf die Europäische Menschenrechtskonvention, die dieses Recht ausdrücklich schützt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bildungseinrichtung versucht, die verbotene Prügelstrafe gerichtlich durchzusetzen. Die Eltern hatten der Schule erlaubt, ihre 4 bis 16 Jahre alten Kinder körperlich zu züchtigen. Doch das Gericht wies die Klage zurück: Trotz der elterlichen Einwilligung dürften Lehrer den ihnen anvertrauten Nachwuchs nicht körperlich bestrafen, so die Richter.

Nun setzt die Christian Fellowship School ihre Hoffnung in das Berufungsverfahren. Und damit ist sie nicht allein: Etwa 40 weitere Privatschulen unterstützen die Forderung nach der Prügelstrafe. Das Urteil wird in Kürze erwartet.

Quelle: n-tv.de