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Touristen in der Sahara Sechs Deutsche verschollen

Eine deutsche Reisegruppe ist in der südalgerischen Sahara verschwunden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, es handele sich um vier Männer und zwei Frauen. Inzwischen sind damit insgesamt 17 Touristen in der Sahara verschollen.

Seit Sonntag ist die deutsche Botschaft in Algier in den neuen Fall eingeschaltet. Sie halte engen Kontakt zu den algerischen Behörden. Am Montag traf der zuständige Verbindungsbeamte des Bundeskriminalamts, der seinen Sitz in Tunis hat, in Algier ein.

Die nun verschwundenen Touristen sollen zum Teil Sahara-erfahren gewesen sein. Sie waren in drei Fahrzeugen unterwegs und hätten am vergangenen Freitag eine Fähre von der tunesischen Hauptstadt Tunis nach Genua nehmen sollen. Zuletzt hatte es mit der Gruppe am 17. März telefonischen Kontakt von der algerischen Stadt Tamanrasset aus gegeben.

Seit Ende Februar werden in der Sahara bereits drei Reisegruppen vermisst. Zu diesen Reisegruppen gehörten sechs Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, ist noch unklar.

In Algier wird offenbar nicht ausgeschlossen, dass die drei seit Februar vermissten Reisegruppen Algerien verlassen haben und in die Nachbarländer Niger oder Libyen gereist sind. Denkbar sei auch, dass sie von Banditen oder islamistischen Terroristen entführt worden seien.

Die algerischen Behörden äußern sich nicht offiziell zu der Suche nach den Touristen. "Wir haben alles in Bewegung gesetzt, und die Suchaktionen halten an", sagte ein Sprecher des algerischen Außenministeriums am Montag. Die algerische Zeitung "Le Matin" widmete dem Rätsel der verschwundenen Reisegruppen am Montag unter der Überschrift "Waren es Terroristen?" eine Seite.

Quelle: n-tv.de