Archiv

Neues Krankheitsbild Seelische Probleme durch Ozon

Zu viel Ozon in der Luft macht Menschen krank. Augenreizung, Schluckbeschwerden, erschwerte Atmung, Kopfschmerz, Schlaffheit und Kreislaufbeschwerden sind die am häufigsten auftretenden Symptome. Der kritische Grenzwert liegt bei einer Konzentration von 180 Mikrogramm pro Liter eingeatmete Luft. Das ist der Befund der Umweltmediziner.

Wissenschaftler berichten aber auch noch über andere Auswirkungen: Menschen, die sich nach Meldungen über erhöhte Ozonwerte und damit verbundenen Verhaltensempfehlungen als "Betroffene" fühlen, empfinden die Symptome, die sie aus den Medien als "ozontypisch" erfahren haben. Dies ist auch der Fall, wenn die Ozon-Konzentration unter dem Grenzwert von 180 Mikrogramm liegt und keine körperliche Belastung nachweisbar ist.

Diese Menschen sind allerdings keine Hypochonder, denn sie zeigen häufig wirkliche Krankheitssymptome. Sie reagieren vielmehr mit einer so genannten "Toxikopie". Unter Toxikopie wird die Kopie einer Vergiftung verstanden. Hierbei treten Symptome auf, die solchen bei einer Vergiftung vergleichbar sind.

Die Toxikopie stellt einen vorbeugenden Schutzmechanismus dar, der bei Menschen von unterschiedlicher Rasse, unterschiedlichem Alter, Geschlecht und Bildungsgrad nachgewiesen werden konnte. Es wird vermutet, dass Umweltängste zu einer Verstärkung führen können.

Quelle: n-tv.de